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BEN plg - L'histoire sans fin
Chronique d'album

BEN plg - L'histoire sans fin

Anmerkung der Redaktion8,0/ 10
Von Le Stagiaire·

Das Album setzt sich in eine Phase ein, in der BEN plg eine breitere Anerkennung findet, ohne dabei die Authentizität zu opfern, die seine Identität geformt hat. Zwischen dem Vorgänger Dans nos yeux (2026) und diesem neuen Projekt vollzieht er einen Wandel hin zu einer binären Klangarchitektur: die durch Lucci' auferlegte stilistische Kohärenz wird von den Signaturen von Murer eingefasst und nuanciert.

Lucci' als Hauptarchitekt: eine dominierende stilistische Kohärenz

Wenn Homogenität in der Konstruktion eines identifizierbaren Universums als Stärke gelten kann, so begrenzt die Konzentration der Produktion in den Händen eines einzigen Produzenten unvermeidlich die Abweichungen, die einen zweiten Studioalbum markiert haben könnten.

Murer am Werk: die klangliche Rahmung von Paiement refusé bis Un caillou de plus

Die Präsenz von Produzenten wie Neophron, Le Caméléon oder auch Rosaliedu38 auf Schlüsseltiteln bringt die notwendigen Texturen mit, um Monotonie zu vermeiden. Während Lucci' das Fundament sichert, bringen diese Mitwirkende Variationen ein, die verhindern, dass sich das Album zu schnell selbst verschließt, und schaffen so eine texturale Reichhaltigkeit, die für die Langlebigkeit eines so dichten Albums unverzichtbar ist.

Die narrativen Featurings: Orelsan und MATHILDE im Dienste der zentralen Thematik

Der stärkste Kontrast zum Album findet sich auf der vokalen Ebene. Auf Track 3, Mentir au psy, tritt Orelsan bei und verleiht dem Stück eine narrative sowie introspektive Dimension, die durch die Produktion von Lucci' und Neophron weiter verstärkt wird. Weiter hinten im Album stößt Camille Yembe auf Track 5, Si tu pars, hinzu und bringt eine weibliche Stimme ein, die sich vom typischen Flow von BEN plg abhebt und eine emotionale Textur hinzufügt. Schließlich tritt MATHILDE bei Histoire sans fin bei, um das in den Kritiken thematisierte Thema der künstlerischen Entwicklung zu unterstreichen und dem Titel des Projekts eine melodische sowie poetische Ebene zu verleihen.

Fazit: ein gelungener Ausgleich zwischen einheitlicher Intention und klanglicher Vielfalt

Die zeitliche Dichte von L'Histoire sans fin erweist sich als ein entscheidender Vorteil in dieser Diskografie. Mit einer Gesamtlänge von 46 Minuten und sieben Sekunden bietet das Album einen Weg von etwa drei Viertelstunden, der es jedem Titel ermöglicht, zu atmen, ohne zerstreut zu wirken. Dieser ausgewogene Aufteilungsprozess zwischen zwei Hauptproduzenten vermeidet die akustische Überlastung, während gleichzeitig eine starke stilistische Identität gewahrt bleibt. Am Ende funktioniert L'Histoire sans fin als ein kohärentes Ganzes, in dem die Dualität aus Produktion und Klanglichkeit ein Gleichgewicht zwischen stilistischer Einheit und texturaler Vielfalt schafft. Die Konzentration um Lucci' überlastet das Album nicht dank des Rahmens durch Murer und punktueller Interventionen anderer Produzenten, während die sorgfältig ausgewählten Kollaborationen direkt der zentralen Thematik der persönlichen Entwicklung dienen. Es ist ein Album, bei dem jede künstlerische Entscheidung – vom Auswahlprozess der Features bis zur Verteilung der Produktionscredits – so berechnet erscheint, um eine konstante Spannung zwischen Wiederholung und Überraschung aufrechtzuerhalten.

Technische Daten

- Release: 2. Oktober 2026 - Label : Pour la gloire - Titel: 14 (46 min 07 s) - Eröffnung / Abschluss: Paiement refusé / Un caillou de plus - Gastbeiträge: Orelsan, Camille Yembe, MATHILDE - Vorheriges Album : Dans nos yeux (2026)

🎬 Die Clips des Albums

14 clips · fortlaufende Wiedergabe

Titel

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Kritik veröffentlicht am 09/10/2026 · Kolumnen

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