
Das Album ETC. von BONES eröffnet wie eine Einladung zur Seltsamkeit. Es bietet nicht nur Melodien oder Texte, sondern ein Universum, eine Klanglandschaft, in der Realität und Traum miteinander verschmelzen. Jeder Titel scheint darauf ausgelegt zu sein, den Zuhörer zu verwirren und ihn dazu zu bringen, der normalen Logik zu entkommen. In dieser Spannung zwischen dem Vertrauten und dem Unerwarteten liegt die Stärke von ETC..
Submarine Soul: Eine Reise in den absurden Lyrik
Der Titel Submarine Soul ist eine mutige Einführung in das, was schnell zum Markenzeichen des Albums wird. Der Name selbst suggeriert eine Eintauchung, eine Abstieg in unbekannte Tiefen – und genau das bietet der Song. Der langsame, fast hypnotische Rhythmus ahmt die Bewegungen eines U-Boots nach, das durch die Tiefsee gleitet. Die Texte wechseln zwischen Absurdität und Poesie: verzerrte Bilder, Sätze, die aus einem unterbrochenen Traum stammen. Es ist ein Song, der nicht versucht, zu überzeugen, sondern einzutauchen – wörtlich.
The Pink Elephant Song: Zwischen Traum und Reflexion
The Pink Elephant Song verkörpert perfekt den absurden Humor, der auch in ETC. zu finden ist. Der Titel des Songs ist eine Anspielung auf das Paradoxon von girafe rose – ein Bild, das an sich fehl am Platz im Kontext eines Rap-Albums erscheint. Dennoch ist gerade diese Diskrepanz, die dem Song Leben einhaucht. Die Produktion stützt sich auf melodische und organische Elemente und erzeugt eine traumartige Atmosphäre. Die Texte wechseln zwischen Ernsthaftigkeit und Absurdität, als ob BONES zeigen wollte, dass selbst die tiefgründigsten Themen mit Leichtigkeit behandelt werden können.
Napalm Baby Light My Fire: Eine unerwartete poetische Explosion
Der Titel Napalm Baby Light My Fire* ist ein auffälliger Gegensatz zu den vorherigen Songs. Hier scheint die Produktion intensiver und fast aggressiver – als würde man von einem Traum in eine brennende Realität übergehen. Der Titel suggeriert eine unerwartete Gewalt, aber die lyrische Gestaltung bleibt überraschend distanziert. Es ist eine verstörende Mischung: starke Bilder, die mit einer Erzählung kombiniert werden, die scheinbar nur die Oberfläche berührt. Dieser Kontrast zwischen Lyrik und Produktion verleiht dem Song eine neue Dimension, als ob BONES zeigen wollte, dass selbst die gewalttätigsten Themen mit poetischer Distanz behandelt werden können.
ETC.: Die narrative Kontinuität einer lyrischen Trilogie
ETC. ist kein einzelnes Album – es ist das dritte Kapitel einer Trilogie in Zusammenarbeit mit Lyson, die REMAINS und SCRAPS fortsetzt. Diese Kontinuität ist in der lyrischen Textgestaltung spürbar, die sich scheinbar auf wiederkehrende Themen, Bilder und narrative Strukturen stützt, die bereits erforscht wurden. Dennoch bietet ETC. nicht nur eine Wiederholung der Vergangenheit: Es stellt eine Weiterentwicklung und eine Vertiefung der in den vorherigen Alben behandelten Ideen dar. Die Trilogie scheint in einen größeren künstlerischen Rahmen eingebettet zu sein, in dem jedes Album ein Kapitel einer einzigen Geschichte – oder vielleicht eines Traums – darstellt.
ETC. von BONES zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, Surrealismus und Poesie zu verbinden, ohne in reinen Absurdität zu verfallen. Jeder Titel, sei es Submarine Soul, The Pink Elephant Song oder Napalm Baby Light My Fire, bietet ein einzigartiges Klangerlebnis, das durch eine ungewöhnliche lyrische Textgestaltung und eine Produktion gekennzeichnet ist, die scheinbar stets auf die Emotionen achtet. Trotz der Unsicherheiten bezüglich des Erscheinungsdatums und des Mangels an Informationen über das Label, bleibt ETC. ein Album, das Konventionen herausfordert – und den Hörer dazu einlädt, sich bewusst darin zu verlieren.
🎬 Die Clips des Albums
14 clips · fortlaufende Wiedergabe
Titel
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
- 6
- 7
- 8
- 9
- 10
- 11
- 12
- 13
- 14
🔥 Die Tracks, die durch die Decke gehen
Hip-Hop/R&B-Ranking · Woche vom 12/10/2026
- 1Solar Eclipse— Drake & Don Toliver
- 2Quebec— Drake
- 3I Just Might— Bruno Mars
- 4Cold Shoulder— Drake, Don Toliver & Yebba
- 5Janice STFU— Drake
- 6Dead Fresh— Lil Baby
- 7Classic— Drake
- 8What You Need— Tems
- 9Cinderella— Mac Miller Featuring Ty Dolla $ign
- 10So Good— Jhene Aiko Featuring Kendrick Lamar


