
Burna Boy - Twice as Tall
"Level Up (Twice As Tall)" etabliert von Anfang an die musikalische Atmosphäre des Projekts: eine einsame Eröffnung, in der die Stimme von Youssou N'Dour sich mit der von Burna Boy verbindet. Diese Zusammenarbeit ist nicht nur eine exotische Anspielung: Sie positioniert das Album sofort in einer universellen Tradition und verwandelt den Opener in eine globale Aussage. Das Album baut sich bereits in den ersten Sekunden wie eine Architektur auf, in der die interne Kohärenz des Hauptproduzenten mit Stimmen aus der ganzen Welt kollidiert.
Ein rhythmischer Grund, der von Telz geschaffen wurde, aber durch die Welt beeinflusst ist
Ebenso bringt "Monsters You Made (feat. Chris Martin)" einen Pop-Rock-Sound in das virtuelle Studio von Ahoada, wodurch eine bewusste Diskrepanz zwischen der Seele des Albums und der britischen Stimme entsteht. "Time Flies (feat. Sauti Sol)" fügt hingegen eine afrikanische Melodie hinzu, die weder von N'Dour noch von Stormzy stammt, aber dennoch Teil des Gesamtprojekts ist und zeigt, dass Vielfalt nicht zufällig, sondern bewusst geschaffen wird.
Der Einfluss von Diddy und die Fernproduktion
"Alarm Clock" und "Way Too Big" zeugen von einer weiteren Produktionsschicht: der, in der Sean "Diddy" Combs als Co-Produzent involviert ist, oft durch den Austausch von Dateien und Zoom-Anrufe, die durch die Pandemie erforderlich wurden. Seine Präsenz ist in den gesprochenen Intros erkennbar, die einige Titel begleiten, und im Gleichgewicht zwischen Hauptstimme und Hintergrundgesang. Timbaland trägt auf einigen Tracks seine elektronische Note bei, die einen Kontrast zum organischen Groove von Telz bildet. Diese Fernproduktion ist keineswegs ein Zeichen von Schwäche, sondern zeigt die logistischen Herausforderungen, die bei der Produktion eines Albums während einer Gesundheitskrise auftreten. Die Aufnahmen fanden hauptsächlich in Nigeria, in der ländlichen Gegend von Ahoada, statt, weit entfernt von den Hollywood-Studios, aber dennoch erreicht der Klang eine internationale Qualität.
Eine Bewertung der Kohärenz trotz technischer Einschränkungen
Das Mastering von Huntley Miller sorgt für eine einheitliche Klangqualität, die zwar eine gleichmäßige Wiedergabe gewährleistet, aber auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Songs begrenzt. Dennoch ist dies kein Nachteil, sondern eine bewusste Strategie: Jede Kollaboration wird als kalkulierte Unterbrechung betrachtet, als eine Öffnung im Produktionswall, um den Einfluss der Welt hereinzulassen. Der von Telz vorgegebene Rhythmus geht jedoch über eine einfache künstlerische Richtung hinaus; er bildet das tragende Fundament eines 52 Minuten und 49 Sekunden langen Albums, das die logistischen Herausforderungen der Pandemie in einen narrativen Vorteil verwandelt hat. Aufgenommen hauptsächlich in der ländlichen Gegend von Ahoada, weit entfernt von den Hollywood-Studios, hat dieses fünfte Studioalbum von Burna Boy es geschafft, eine internationale Präzision zu erreichen, ohne dabei seine organische Seele zu verlieren. Die interne Konsistenz des Hauptproduzenten kollidiert somit mit Stimmen aus der anderen Seite der Welt, wodurch jede Kollaboration zu einer kalkulierten Unterbrechung wird, anstatt zu einer einfachen kommerziellen Ergänzung. Diese Fernzusammenarbeit, die durch die Epidemie erforderlich wurde, offenbart die logistischen Komplexitäten hinter einem Album, das in einer Gesundheitskrise entwickelt wurde: Dateiübertragungen und Zoom-Anrufe genügten, um die Aufnahmesitzungen in Nigeria mit den globalen Zielen des Projekts zu verbinden. Timbaland ergänzt dieses Setup auf mehreren Tracks und bringt seinen elektronischen Touch ein, der im Gegensatz zum organischen Groove von Telz steht, während das einheitliche Mastering von Huntley Miller eine gleichmäßige Wiedergabe gewährleistet, die weit entfernt von einer Einschränkung, die eigentliche Strategie des Albums darstellt: Jeder Song birgt das Potenzial für eine Begegnung mit dem anderen. "Twice as Tall" ist also kein Album der Kompromisse, sondern vielmehr eine Manifestation der Konsistenz: Jeder Song, selbst wenn er von Telz allein produziert wurde, birgt das Potenzial für eine Begegnung mit dem anderen.
Technische Daten
- Veröffentlichung: 12. August 2020 - Label: Atlantic, Bad Habit, Spaceship - Lieder: 15 (52 Minuten 49 Sekunden) - Eröffnung / Schluss: Level Up (Twice As Tall) / Bank On It - Gastmusiker: Youssou N'Dour, Naughty By Nature, Sauti Sol, Chris Martin, Stormzy - Vorheriges Album: African Giant (2019)
🎬 Die Clips des Albums
15 clips · fortlaufende Wiedergabe
Titel
- 1
- 2
- 3
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- 5
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- 10
- 11Time Fliesfeat. Sauti Sol
- 12
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- 15
🔥 Die Tracks, die durch die Decke gehen
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