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Gunna - Drip or Drown
Chronique d'album

Gunna - Drip or Drown

Anmerkung der Redaktion7,5/ 10
Von Le Stagiaire·

Die Gesamtdauer beträgt nicht mehr als 20 Minuten und 10 Sekunden für nur sieben Titel. Es handelt sich um eine Manifestation der Kürze, bei der jede Sekunde zählt, und steht im Gegensatz zu übertriebenen kommerziellen Ambitionen.

Paid: Die düstere Einleitung, die die Grundlage für eine introspektive Welt legt

Das Album beginnt mit Paid, dem ersten Titel des Projekts. Es versucht nicht, durch einen unerwarteten Effekt oder eine ungewöhnliche Zusammenarbeit zu beeindrucken, sondern etabliert sofort die düstere und introspektive Atmosphäre, die das gesamte Album prägen wird. Gunna beweist seine Position, ohne auf übliche Tricks zurückzugreifen. Diese Einleitung dient als Fundament, auf dem die gesamte Klangstruktur des Albums aufgebaut ist: eine homogene Produktion, bei der die Beats nicht versuchen, einzeln herauszustechen, sondern den Rhythmus des Rappers zu unterstützen. Diese Kohärenz wird die Stärke des Albums sein, noch bevor Gunna in seinen späteren Studioalben größere Kooperationen eingeht.

Drip or Drown: Der Titel als zentrale Säule der Produktion von Wheezy

Der Titeltrack, Drip or Drown, kündigt nicht nur den Namen des Projekts an, sondern verkörpert dessen Ästhetik. Hier nimmt die Produktion von Wheezy ihren vollen Platz ein. Er sorgt für eine stilistische Konsistenz über alle Songs hinweg, ohne dass jeder Titel sein eigenes Universum vorgibt. Die Tatsache, dass es im gesamten Projekt nur eine einzige Kollaboration gibt, zeugt von dem Wunsch, sich an seiner eigenen Stimme festzuhalten, anstatt die Bestätigung durch Sternallianzen zu suchen.

Don't Play With It feat. Young Thug: Die einzige bedeutende Zusammenarbeit und ihre einzigartige melodische Note

Während Gunna in seinen späteren Studioalben zahlreiche Kollaborationen eingeht – wie beispielsweise mit Playboi Carti oder Lil Baby auf Drip or Drown 2 (2019) –, wählt er hier eine deutlich restriktivere Strategie. Die einzige Zusammenarbeit auf dem Album ist Don't Play With It, in dem Young Thug zu hören ist. Seine Präsenz bringt eine melodische Dimension und einen entspannteren Flow mit, der sich von Gunnas direkterem Stil auf den anderen Titeln unterscheidet. Seine tiefe Stimme und seine zusätzlichen Gesangspassagen verleihen dem Refrain Gewicht, ohne die Struktur zu belasten. Diese Zusammenarbeit ist nicht nur eine einfache Ergänzung, sondern ein echtes Element, das Variation in ein Album bringt, das ansonsten sehr einheitlich ist.

Shopping und Top: Die zentralen Titel, in denen die schwere Produktion auf vielfältige Flows trifft

Hier zeigt sich die Stärke dieses Albums: nicht durch die Vielfalt der Gäste oder Produzenten, sondern durch die Fähigkeit des Rappers, mit seinen wiederkehrenden Werkzeugen zu arbeiten.

Dodge the Hate: Der abschließende Titel, der das Album auf einer Warnhin-Note beendet

Das Album besteht aus insgesamt sieben Titeln, was eine strenge Sparsamkeit bei jeder Gesangsleistung erfordert. Zwischen Paid und Dodge the Hate bilden die anderen sechs Titel eine Kontinuität, in der Gunna verschiedene emotionale Zustände erforscht, ohne jedoch die von Wheezy etablierte Kohärenz zu unterbrechen. Die Produktion bleibt einheitlich und vermeidet stilistische Abweichungen, die das Projekt schwächen könnten. Hier dient jeder Titel dem Gesamtprojekt, anstatt es zu ersetzen, und schafft so ein dichtes Werk, trotz seiner Kürze.

Das Ende des Albums auf Dodge the Hate ist nicht nur eine defensive Note; es festigt Gunnas künstlerische Richtung. Zwischen seinem vorherigen Studioalbum, Drip Season 2 (2017), und seinem nächsten, Drip Season 3 (2018), dient dieses 20 Minuten und 10 Sekunden lange Projekt als eine Art Anker zwischen zwei Übergangsphasen. Es ist nicht nur ein EP, sondern ein wichtiger Schritt, in dem Gunna seine Stimme verfeinert, ohne auf die Zusammenarbeit mit Prominenten zurückzugreifen, die seine späteren Arbeiten prägen sollten. Die einzigartige Präsenz von Young Thug auf Don't Play With It bestätigt diesen Wunsch, sich an einer eigenen Klangidentität festzuhalten, fernab von den massiven Kooperationen, die seine Entwicklung zu ambitionierteren Projekten prägen sollten. Drip or Drown positioniert sich als Gunnas erstes Studio-EP, aber es dient bereits als ein wichtiger Schritt zu seiner künstlerischen Reife. Es wird von Drip Season 2 (2017) und von Drip Season 3 (2018) gefolgt, was eine Übergangsphase markiert, in der Gunna seine Klangidentität erforscht, ohne sich in den massiven Kooperationen zu verlieren. Es ist ein Album, das den Weg für ambitioniertere Projekte bereitet, während es gleichzeitig die Intimität bewahrt, die seine Stärke ausmacht. Eine prägnante, aber dichte Arbeit, in der jeder Titel dem Gesamtprojekt dient, anstatt es zu ersetzen.

Technische Daten

– Veröffentlichung: 30. November 2017 – Label: 300 Entertainment – Titel: 7 (20 Minuten 10 Sekunden) – Eröffnung/Abschluss: Paid / Dodge the Hate – Gast: Young Thug – Vorheriges Album: Drip Season 2 (2017)

🎬 Die Clips des Albums

7 clips · fortlaufende Wiedergabe

Titel

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