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Gzuz - Scherbenhaus
Chronique d'album

Gzuz - Scherbenhaus

Anmerkung der Redaktion6,5/ 10
Von Le Stagiaire·

„Scherbenhaus“ etabliert sich als ein Projekt, bei dem jedes einzelne Stück einen Plan für eine städtische Bebauung darstellt. Das Album, von Gzuz unterzeichnet, präsentiert sich als eine auditive Erkundung seines Universums, unterbrochen von Kollaborationen, die seine Reichweite verstärken. Jedes Lied ist ein weiteres Baustein in dieser rhythmischen Struktur.

Gazo: Der Grundstein für Scherbenhaus

Der erste Track, Gazo, etabliert das Album im rauen Klang des deutschen Rap. Gzuz präsentiert sich von Anfang an und bereitet den Boden für die späteren Gesangsteilnehmer vor. Dieser Auftakt ist entscheidend: Er bildet eine solide Grundlage, auf der sich jede Kollaboration stützt und die Kohärenz des gesamten Albums gewährleistet.

Wir gehen rein!: Jaill und die Erweiterung der Mauern

Der dritte Titel, Wir gehen rein!, führt Jaill als Gastmusiker ein. Das Duo bringt eine zusätzliche rhythmische Dynamik und einen kontrastierenden Flow, die die musikalische Textur bereichern. Jaill, der bereits für seine Kollaborationen mit Gzuz in Wer wir sind (2014) und Mit uns (2014) bekannt ist, verstärkt die ursprüngliche Struktur, indem er eine zusätzliche Ebene der Tiefe über der Solobasis von Gzuz hinzufügt.

A6: LX verstärkt den Boden

Der sechste Track, A6, präsentiert LX. Seine Stimme verleiht eine andere Klangfarbe und verstärkt den Groove. Der Kontrast zwischen den Stimmen von Gzuz und LX – die bereits zusammen an mehreren Songs wie Optimal (2016) und Motorsport (2024) gearbeitet haben – bereichert das Klangbild und schafft eine Symbiose, die den Hörhorizont des Albums erweitert. Diese Zusammenarbeit stärkt auch die Identität des Albums innerhalb des Labels 187 Straßenbande, das für seine soliden Produktionen und seinen kollaborativen Ansatz bekannt ist.

Strasse brennt: Sa4 und der Weg zum Gipfel

Auf der achten Position befindet sich Strasse brennt, präsentiert von Sa4. Sein Beitrag führt ein charakteristisches Gesangselement und eine andere lyrische Perspektive ein. Sa4 hat bereits mit Gzuz an Wer wir sind (2014) und Mit uns (2014) zusammengearbeitet, was dieser Zusammenarbeit eine authentische Kontinuität verleiht. Die Anwesenheit von Sa4 hebt die musikalische Erzählung hervor und führt die Intensität zum Höhepunkt der Struktur des Albums.

Glock 17: Ein Instrumentalstück ohne Gastauftritte

Obwohl Glock 17 keine Gastauftritte enthält, dient es als sanfter Übergang zwischen den Tracks mit starker vokaler Präsenz. Diese Pause ermöglicht es den Hörern, sich zu sammeln, bevor sie die nächsten Kollaborationen betreten, während sie gleichzeitig den dynamischen Rhythmus des Albums beibehalten.

Übergang: Eine Brücke zur Schlussphase

Das Stück „Übergang“, das sich an der zehnten Position befindet, fungiert als musikalischer Übergang zwischen dem Kern des Albums und seinen letzten Kapiteln. Es bereitet den Hörer auf die stilistischen Veränderungen vor, die folgen, und bewahrt gleichzeitig die Kohärenz des gesamten Projekts.

Promille: Maxwell bietet einen Kontrast

Auf dem zwölften Titel, „Promille“, tritt Maxwell auf und bietet einen vokalen Kontrast und eine originelle Note in der Melodie. Maxwell hat zuvor mit Gzuz bei Mit uns (2014) und Prollz (2015) zusammengearbeitet. Seine Präsenz erweitert die Klangpalette und erinnert an die Vielfalt der Einflüsse, die die zeitgenössische deutsche Hip-Hop-Szene prägen, und verleiht dem Album eine zusätzliche Farbe.

Schwiegersohn: Kontra K vervollständigt das Thema

Auf dem dreizehnten Titel ist Kontra K zu hören. Seine Stimme ergänzt das Thema des Stücks und verleiht der musikalischen Erzählung eine zusätzliche Dimension. Kontra K hat bereits mit Gzuz bei Rückspiegel (2015) und Alles okay (2016) zusammengearbeitet, was die Kontinuität zwischen den Projekten verstärkt.

Glitch: Der definitive Abschluss

Das letzte Stück, „Glitch“, schließt das Album ab und beendet so den auditiven Kreislauf auf klare Weise. Dieser Abschluss, der typisch für ein gut strukturiertes Projekt ist, hinterlässt beim Hörer den Eindruck von Vollständigkeit und Zufriedenheit.

Fazit

„Scherbenhaus“ positioniert sich als ein urbanes Projekt, bei dem jede Zusammenarbeit sorgfältig ausgewählt wurde, um die Gesamtarchitektur zu unterstützen. Die Auswahl von fünf Künstlern – Jaill, LX, Sa4, Maxwell und Kontra K – zeigt den Wunsch, das Publikum zu erweitern, während gleichzeitig die stilistische Konsistenz unter dem Label 187 Straßenbande erhalten bleibt. Die ausgewogene Struktur von 14 Titeln auf 34 Minuten und 18 Sekunden fördert das erneute Hören, während die Anwesenheit eines starken Opener-Songs und eines abschließenden, prägenden Tracks dem Album eine klare narrative Entwicklung verleiht. Darüber hinaus setzt „Scherbenhaus“ die Entwicklung des Werks von Gzuz fort. Der Künstler, der bereits für seine Alben High & Hungrig (2014), Ebbe & Flut (2015), High & Hungrig 2 (2016), Wolke 7 (2018), Gzuz (2020), Grosse Freiheit (2021) und sein neuestes Projekt Freitag der 13. (2024) bekannt ist, setzt seine Entwicklung mit einem neuen Sound fort, während er gleichzeitig die Essenz seines Stils beibehält. Der bestätigte Erscheinungstermin am 24. Juli 2025, unter dem zuverlässigen Label 187 Straßenbande, garantiert eine professionelle Veröffentlichung und maximale Sichtbarkeit im deutschen Musikmarkt. Mit einem starken Produktionsteam und sorgfältig ausgewählten Kollaborationen verspricht „Scherbenhaus“, ein Referenzwerk für Liebhaber des modernen Raps zu sein, und stärkt gleichzeitig den Ruf von Gzuz als Künstler, der sowohl rohe Kraft als auch kollaborative Feinheit vereinen kann.

Technische Daten

– Veröffentlichung: 24. Juli 2025 – Label: 187 Straßenbande – Titel: 14 (34 Minuten 18 Sekunden) – Intro/Outro: Gazo / Glitch – Gastkünstler: Jaill, LX, Sa4, Maxwell, Kontra K – Vorheriges Album: Freitag der 13. (2024)

🎬 Die Clips des Albums

14 clips · fortlaufende Wiedergabe

Titel

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
    A6
    feat. LX
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10. 10
  11. 11
  12. 12
  13. 13
  14. 14

🔥 Die Tracks, die durch die Decke gehen

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Kritik veröffentlicht am 17/10/2026 · Kolumnen

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