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Steve Lacy - Remains
Chronique d'album

Steve Lacy - Remains

Anmerkung der Redaktion8,0/ 10
Von Le Stagiaire·

Tao-Cycle: Die Existenz öffnet sich zu einem Hauch, der gleichzeitig geboren und wieder ausgelöscht zu werden scheint. Es gibt keine Batterie, keinen Bass, kein Keyboard: nur Steve Lacy, sein Sopransaxophon und die Stille, die ihn umgibt. Remains, erschienen 1992 beim Label hat ART, ist ein Werk von Werner X. Uehlinger und Pia Uehlinger, das diesen Raum schafft, in dem jede Note zu einem architektonischen Ereignis wird, ohne Begleitung oder zusätzliche Musiker.

Steve Lacy allein mit dem Sopransaxophon: Ein Manifest des radikalen Minimalismus

Produziert von Werner X. Uehlinger und Pia Uehlinger, präsentiert Remains eine Performance, die vollständig im Einklang steht. Es ist ein introspektiver Ansatz, bei dem das Sopransaxophon nicht nur ein Klanginstrument unter vielen ist, sondern zum einzigen notwendigen Klangelement wird. Die Gesamtlänge des Albums beträgt eine Stunde und vier Minuten, eine Beschränkung, die den Hörer dazu zwingt, einer strengen Linearität zu folgen, ohne die Möglichkeit von Sprüngen oder Pausen.

Tao-Cycle: Existence, Pearl Street und Epistrophy: Eine Klangarchitektur ohne Begleitung.

Das Album besteht aus zehn Stücken, deren Struktur die Rolle des Komponisten im Verhältnis zu seinem Erbe in Frage stellt. "Tao-Cycle: Existence" etabliert sofort die Grundidee des Albums, indem es den Saxophonisten in einen Raum isoliert, in dem jeder Atemzug zählt. Das abschließende Stück, "Epistrophy", wirkt wie eine Rückbesinnung auf die musikalischen Wurzeln von Monkien, während es gleichzeitig in der minimalistischen Logik verbleibt, die das gesamte Album durchzieht. Zwischen diesen drei Stücken wird deutlich, wie Lacy eine Klangarchitektur schafft, in der die Stille nicht die Abwesenheit von Klang ist, sondern ein aktiver Bestandteil der Performance.

Werner X. Uehlinger und Pia Uehlinger: Die Architekten der Stille hinter der Soloperformance

Werner X. Uehlinger und Pia Uehlinger beschränken sich nicht nur auf die Aufnahme; sie schaffen eine Umgebung, in der das Sopransaxophon frei von äußeren Zwängen Ausdruck finden kann. Ihre Rolle als Hauptproduzenten von Remains besteht darin, sicherzustellen, dass jede Aufnahme dieser Vision eines reinen Klangs treu bleibt, frei von jeglicher instrumentaler Überlagerung. Dieser Ansatz erzeugt eine ständige Spannung zwischen der Dichte der Phrasen und dem Raum, der sie umgibt, wodurch ein fragiles Gleichgewicht entsteht, das die Ästhetik des Albums definiert.

Fazit: Ein Album der Konzentration und des Widerstands.

Remains ist keine Aufnahme, die auf den Komfort des Hörers ausgelegt ist. Sie erfordert eine aufmerksame und aktive Hörerfahrung, bei der jede Note zählt. Zwischen der geradlinigen Struktur der Titel wie "Tao-Cycle: Existence" oder "Pearl Street" und dem poetischen Abschluss "Epistrophy" bietet Steve Lacy ein Klangerlebnis, das sich jeder Vereinfachung widersetzt.

Technische Daten

- Veröffentlichung: 1992 - Label: hat ART - Titel: 10 (1 Stunde 04 Minuten) - Eröffnung / Abschluss: Tao-Cycle: Existence / Epistrophy

🎬 Die Clips des Albums

10 clips · fortlaufende Wiedergabe

Titel

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Kritik veröffentlicht am 03/10/2026 · Kolumnen

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